Falsche Headline im BT: Nur die Gruppe Grüne/UWA stimmte gegen die Erweiterung der Grundschule Isern Hinnerk.

Falsche Headline im BT: Nur die Gruppe Grüne/UWA stimmte gegen die Erweiterung der Grundschule Isern Hinnerk.

Der reißerische Einleitungssatz im Buxtehuder Tageblatt „Nur die Gruppe Grüne/UWA stimmte gegen die Erweiterung der Grundschule Isern Hinnerk“ ist schlicht falsch.

Warum Frau Lepél auf diese Weise Berichterstattung betreibt, ist uns schleierhaft, lässt gleichwohl Raum für Vermutungen.

Die Gruppe „UWA/Grüne“ sieht selbstverständlich die Notwendigkeit der Schulerweiterung.

Richtig ist, dass Herr Kröger in der Samtgemeinderatssitzung am 02.03.2017 auf die schon jetzt kritische Verkehrssituation in der Schulstraße während der morgendlichen Schul- und KiTa-Anfangszeiten hingewiesen hat. Dieses Problem besteht seit langem, auch Eltern haben sich diesbezüglich schon an Herrn Kröger gewandt. Diese Situation wird mit zunehmender Kinderzahl eskalieren.

Wahr ist auch, dass die Gruppe „UWA/Grüne“ von der Verwaltung und den mehrheitlich von der CDU besetzten Ratsmitgliedern fordert, die notwendige Schulerweiterung ganzheitlich zu betrachten und dazu gehört zwangsläufig, die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr zu gewährleisten. Dieses wichtige Kriterium nicht zu betrachten, halten wir für fahr- und nachlässig, kurzsichtig und nicht nachhaltig. Diese Herausforderungen im Nachhinein zu lösen wird sowohl für Schüler, Lehrer, Eltern und die Verwaltung schwer sein.   Warum dies nicht geschieht, ist für uns nicht nachvollziehbar, eine Unterstützung aus dem Rat im Sinne der Sicherheit der Kinder wünschenswert.

Wird hier Priorität auf die schnelle Vergabe von Bauaufträgen gelegt?   Es ist außerordentlich bedauerlich, dass die Empfehlungen von Herrn Kröger, die konstruktiv und gut recherchiert sind und stets das Wohl der Bürger – in diesem Fall das Wohl der Kinder – im Auge hat, durchaus mit einer Arroganz von Seiten Herrn Sommer und der CDU und FWG „abgeschmettert“ werden.

Wir wünschen dem von der CDU dominierten Rat, dass die Vorhaben gelingen, die Steuergelder sinnvoll verwendet werden und die Vorhaben im Sinne der Bürger durchgeführt werden. Ihr werdet euch daran messen lassen müssen, wie sich die Samtgemeinde in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Stefan Reigber, UWA, Dierck Gutschendies, UWA, Andy Knuth, UWA
Zum Artikel des Buxtehuder Tageblattes vom 04.03.2017

 

APENSEN. Nur die Gruppe Grüne/UWA stimmte gegen die Erweiterung der Grundschule Isern Hinnerk. Sie will erst die Verkehrssituation rund um die Schule entschärft wissen.

Wie berichtet, lagen drei Architektenentwürfe vor. Bei seiner Sitzung am vergangenen Donnerstagabend hat sich der Samtgemeinderat jetzt fast einmütig für den Entwurf von Dorothea Hirschfeld-Albers, Inhaberin des Architektenbüros Klindworth Architekten + Ingenieure aus Sittensen, entschieden. Lediglich die Gruppe Grüne/UWA mochte sich für keinen der drei Entwürfe aussprechen. „Die Verkehrssituation rund um die Schule ist unhaltbar. So lange hier keine Lösung gefunden ist, lehnen wie weitere Bauarbeiten ab“, begründete Dieter Kröger (Grüne) sein Nein zum favorisierten Entwurf.

Alle anderen Fraktionen waren sich einig darüber, dass es an der Schule einen dringenden Handlungsbedarf gibt. Einige Ratsmitglieder hatten sich die Situation vor Ort angeschaut und mussten anerkennen, dass in der Schule bereits jetzt große Raumnot herrscht. Die Einrichtung einer Ganztagsschule, mit der sich die Samtgemeinde derzeit beschäftigt, wäre in den vorhandenen Gebäudetrakten gar nicht möglich. Eine Sanierung des alten Gebäudetrakts aus den 1950er Jahren wäre mit rund 700 000 Euro sehr kostspielig gewesen. Deshalb plädierte auch die Verwaltung für Abriss und Neubau. „Wir erhalten damit eine deutlich bessere Nutzung“, sagte Bürgermeister Peter Sommer. „Wenn alles gut läuft, könnten wir schon Ende des Jahres eine Baugenehmigung beantragen.“

 „Die Raumsituation in der Grundschule ist indiskutabel.“

Abgesehen von der Gruppe Grüne/UWA bekräftigten auch die anderen Fraktionen die Notwendigkeit eines Neubaus. „Die Raumsituation in der Grundschule ist indiskutabel. Und die Sanitärräume erkenne ich noch wieder, so alt sind die“, sagte Christian Wilkens (CDU). „Der Klindworth-Entwurf bietet am meisten fürs Geld, die Außenansicht passt ins Ortsbild und der Entwurf ist zudem auch noch am günstigsten.“ Auch Dr. Karin Siedler-Thul (SPD) unterstrich, dass in der Isern-Hinnerk-Schule wirklich „Not am Mann“ sei und sprach sich für ihre Fraktion ebenfalls für den Klindworth-Entwurf aus, zumal dieser auch von der Schule selbst empfohlen werde. „An der Verkehrssituation werden wir weiter arbeiten. Da gibt es Möglichkeiten“, so Siedler-Thul. Lars Seemann (AfD) brachte konkrete Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ins Spiel: „Man könnte eine Anliegerstraße, eine 20er-Zone oder eine Einbahnstraßenregelung andenken. Die Leute, die dort zu schnell fahren und sich nicht an die Regeln halten, sind die Eltern.“ Jan Klindworth (FWG) favorisierte für seine Fraktion ebenfalls den Klindworth-Neubau: „Ich setze darauf, dass wir die Verkehrsproblematik entschärfen werden.“

Darauf will sich Dieter Kröger nicht verlassen. „Wir werden keiner Erweiterungsmaßnahme für die Grundschule Apensen mehr zustimmen, solange nicht eine vernünftige Lösung für die Verkehrssituation in der Schulstraße gefunden und umgesetzt ist“, sagte er im Namen der Gruppe Grüne/UWA. „Die jetzige Situation ist immens gefährlich für die Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Grundschule oder zur Kita sind.“ Kröger verwies darauf, dass in Kürze die Anzahl der Kita-Kinder in diesem Bereich mit der Inbetriebnahme der Kita Arche Noah noch einmal ansteigen dürfte. „Ich empfehle dringend über grundsätzliche Alternativen in der Samtgemeinde Apensen nachzudenken“, so Kröger. So könnten Kinder doch bei der Oberschule im Schulzentrum untergebracht werden oder Beckdorfer Schüler in die Grundschule in Wiegersen gehen. In beiden Schulen gebe es dauerhaft auch keinen Platz, lautete Sommers Antwort auf die Vorschläge. Den Bau einer neuen Grundschule in Beckdorf, den Kröger vor Kurzem noch als eine weitere Alternative angeregt hatte, sprach er in der Ratssitzung nicht mehr an.

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