Petra Beckmann-Frelock im Interview

(Originaltext zum Interview mit der Kreiszeitung)

1.    Warum sollten die Apensener Bürger am 26. Mai Ihnen ihre Stimme geben?

Ich lebe seit fast einem Jahrzehnt in der Samtgemeinde Apensen. Ich habe Einblicke in die Politik und in die Bedürfnisse der Samtgemeindebewohner. Meine Kinder leben in der Samtgemeinde.

Ich möchte die Samtgemeinde, auch aus eigenem Interesse, lebenswerter gestalten und die Verwaltung bürgerfreundlicher führen.

Als Samtgemeindebürgermeisterin werde ich Akzente setzen, z. B. im Hinblick auf Umwelt, Kinder und Jugend, Infrastruktur und Haushaltsführung.

Zudem werde ich als Samtgemeindebürgermeisterin so unpolitisch wie möglich agieren und das Wohl aller Gemeinden gleichsam voranbringen.

Ein mir außerdem wichtiges Anliegen ist die Einhaltung geltender Gesetze.

2.    Was wäre nach Ihrer möglichen Wahl Ihre erste Amtshandlung?

Ich werde mich zuerst meinen neuen Mitarbeitern und Kollegen im Rathaus, der Jugendpflege, den Kindergärten und Schulen vorstellen. Sich in der Wahlkampfphase durch Räumlichkeiten führen zu lassen, als wäre man schon legitimierter Amtsinhaber, empfinde ich als Amtsanmaßung.

Anschließend werde ich in den einzelnen Abteilungen hospitieren, um die Verwaltung, die Abläufe und meine Mitarbeiter kennenzulernen.

Außerdem werde ich Vereine und ehrenamtlich Aktive unserer Samtgemeinde einladen, um deren Bedürfnisse zu erfahren und Verbesserungspotentiale zu ermitteln. Vereine und Ehrenamtliche  leisten einen wichtigen Beitrag für Bewohner und unsere Gemeinschaft. Hierbei gilt es, sie in Ihrer Arbeit zu unterstützen.

Nach der Einarbeitungsphase sind  die Kindergärten hinsichtlich der Beitragsregelungen auf den Prüfstand stellen.

3.    Wie wollen Sie während Ihrer möglichen Amtszeit den Kontakt zu den Bürgern pflegen?

Transparenz ist wichtig! Ich werde weiterhin die modernen Medien und Internetauftritte nutzen, um die Bürger über unsere Tätigkeit aufzuklären. 

Des Weiteren wurde mehrfach der Wunsch an mich herangetragen, dass es – neben der Einwohnerfragestunde – auch immer wieder Momente gibt, in welchen der Bürger seine Meinung beratend äußern möchte. Denkbar z. B. auch über moderne Medien. Diese Möglichkeit werde ich umsetzen.

Am wichtigsten sind mir persönliche Gespräche. Hierzu werde ich regelmäßige Bürgermeistersprechstunden nach Feierabend anbieten, um allen die Möglichkeit zu Gesprächen zu bieten. Dies sollte auch regelmäßig begleitend bei den Bürgermeistern der einzelnen Gemeinden stattfinden.

Durch diese Transparenz werden wir zur Mitwirkung motivieren und dem Bürger wieder mehr Mitspracherecht geben. Und davon lebt eine Gemeinschaft.

Zudem lege ich Wert darauf, dass öffentliche Themen auch in den Sitzungen öffentlich besprochen werden. Der Bürger darf nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

4.    Wie wollen Sie die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Politik verbessern?

Wenn ich gewinne, ist das ein klarer Auftrag, dass die Bürger dieser Samtgemeinde eine Fortsetzung der aktuellen Situation nicht mehr wünschen. Das heißt, dass Teile der Verwaltung sich klar sein müssen, dass wir Dienstleister am Bürger sind und nicht umgekehrt. Und auch die Politik muss sich wieder gewahr werden, dass sie die Volksvertreter sind.

Wir müssen uns alle an einen Tisch setzen und gemeinsame Ziele definieren und diese angehen. Dass man sich nicht in allem einig wird, ist klar. Ich sehe in der Vielfalt jedoch Chancen.

5.    Wie könnte die Samtgemeinde ihre Schulden abbauen?

Ich werde jeden Posten unvoreingenommen auf den Prüfstand stellen, um Einsparungspotentiale zu ermitteln. Ich bin überzeugt, dass hier noch Optimierungsbedarf hinsichtlich Effektivität und Effizienz zu finden ist. Politische Wünsche werden sich den allgemeinen Haushaltsgrundsätzen beugen müssen.

Wir haben jede Fördermöglichkeit, ob Land, Bund oder Europa zu nutzen.

Sinnvolle und notwendige Investitionen müssen in den nächsten 7 Jahren getätigt werden. Bei dem aktuellen Zinstief wäre es fatal, diese jahrelang vor uns herzuschieben. Gleichwohl werde ich beim Wünschenswerten das Machbare nicht aus den Augen verlieren.

Beim Blick in den aktuellen Haushalt ist zu erkennen, dass ein Teil der bestehenden Kredite innerhalb der Amtsperiode ausläuft oder eine Zinsanpassung erfolgt. Erstes ist es sehr erfreulich und bei letzterem gilt es den aktuellen Niedrigzins zu nutzen und dafür ggfs. die Tilgungsrate zu erhöhen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.