Antrag der UWA abgelehnt

Heute wurde der Antrag der UWA mit 14 Stimmen aus den Fraktionen der CDU, SPD, FWG und Grünen abgelehnt.

Für den Antrag haben gestimmt: Petra Beckmann-Frelock, Stefan Reigber und Lars Seemann.

Enthaltung: 1 – Rolf Makoschey

Direkt im Anschluss wurde der Antrag der Vertreter von CDU, SPD, FWG und Grünen mit 15 Stimmen beschlossen. Gegenstimmen 3: Petra Beckmann-Frelock, Stefan Reigber, Lars Seemann.

Mehr Informationen in Kürze.

Hier das Plädoyer der UWA für den Antrag:

Sehr viele Menschen sitzen heute hier.

Und ich weiß, dass noch mehr besorgte Gespräche geführt wurden:

  • von Erzieherinnen, die um ihre Arbeitsplätze bangen,
  • von Eltern, die Existenzängste haben, da ohne Betreuung ihrer Kinder bei vielen eine Beschäftigung nicht möglich ist…
  • Und bestimmt befürchten auch Kinder, ihre vertrauten Erzieherinnen und Freunde zu verlieren.

Ich stelle fest:

Die Angelegenheit ist außer Kontrolle geraten, es wird nur noch aus politischen Motiven heraus agiert.

Dabei hat die Politik die Interessen

  • der Erzieherinnen,
  • der Eltern,
  • der Kinder und
  • mit ihnen auch die Interessen der Menschen, die wir hier vertreten sollen, völlig aus dem Fokus verloren.

Es ist richtig und eine unsere Aufgaben (Anm. die des Rates), auf Kosten zu achten.

Gleichwohl wird der Preis, der bei einer Kündigung des Vertrages in diesem Jahr gezahlt würde, bedeutend zu hoch sein.

Der Rat kann hier und heute Abend viele Menschen von der unerträglichen Last der Ungewissheit befreien, indem er unserem Antrag einer sofortigen Vertragsverlängerung zustimmen würde.

Unser Antrag hat zum Ziel, die Kooperation mit der Kirche auch zukünftig fortzusetzen.

Denn:

Die Mühlen mahlen langsam und somit ist zu befürchten, dass bis Ende des 1. Quartals keine Entscheidungsgrundlage vorliegt und damit die Arche Noah Geschichte in Apensen ist.

Auch der Rat würde gewinnen: nämlich Zeit.

  • Zeit, um gemeinsame Gespräche zu führen,
  • die Zahlen ohne Druck auszuwerten und
  • Zeit, zu einem für alle Beteiligten akzeptablen Ergebnis zu kommen.

Stimmt die Mehrheit des Rates in wenigen Momenten allerdings gegen die Vertragsverlängerung, dann geschieht dies ohne nachvollziehbare Not und jeder einzelne von ihnen wird sich gegenüber den Eltern, Kindern, Erzieherinnen und vielleicht auch Freunden und Bekannten für die weitere Entwicklung verantworten müssen.

Hier und jetzt haben die Ratsdamen und Ratsherren der Mehrheitsfraktionen die Chance zu zeigen, dass die zahlreiche Anwesenheit der vielen Menschen als Hilfeschrei erkannt wird.

In dieser Annahme appelliere ich, nein, ich bitte sie:

Fällen sie einen Beschluss, der nicht von Stolz und politischen Motiven, sondern von

  • Nächstenliebe,
  • Gemeinschaftsbewusstsein
  • und Bürgernähe getragen wird.

Viele Bürger werden es ihnen danken.

Der Bedeutung dieser Entscheidung Rechnung zollend, beantrage ich eine Beratungspause von 5 Minuten.

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Stefan Reigber

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