Die Ratssitzung der Gemeinde Beckdorf am Dienstag, 20.10.2020 – meine persönlichen Eindrücke

Als interessierte Bürgerin besuche ich des Öfteren die Samtgemeinderatssitzungen der Samtgemeinde Apensen und bin hinterher jedes Mal über den dort herrschenden Ton erschüttert.

In dieser Woche, am Dienstag, 20.10.2020, nutzte ich die Gelegenheit, auch schon wegen des Themas Kindergarten/Spielplatz, die Sitzung des Rates in Beckdorf zu besuchen.

Im Gegensatz zum Samtgemeinderat Apensen wurden in Beckdorf die etwa 10 anwesenden Bürgerinnen und Bürger nicht nur mit freundlichen Worten begrüßt, sondern auch aufgefordert, sich aktiv für die Gemeinde einzubringen z.B. als Kandidat zur nächsten Kommunal-Wahl im September 2021. Das empfand ich als sehr positiv.

Direkte Fragen zu Beginn der Einwohnerfragestunde gab es von der Zuhörerschaft nicht, allerdings den Hinweis der Bürger darauf, man müsse sich ja erst anhören, was zu den Themen gesagt wird, worauf Herr Gold vage in den Raum stellte, dass gegebenenfalls „unter bestimmten Voraussetzungen“ nachgefragt werden dürfe.

Die Diskussion mit abschließender Abstimmung darüber, was mit dem zurzeit durch Bauarbeiten beschädigten ehemaligen Grünstreifen vor dem „Kindergarten Beckdorf“ im Waldfrieden geschehen solle, verlief sachlich. Im Raum standen die Alternativen
 
       1. den Streifen in den Originalzustand, also in einen Grünstreifen, zurückzuversetzen.
           Diese Arbeiten würden ohne Kosten durch die Samtgemeinde  erfolgen. Eventuelle zusätzliche
           Bepflanzungen wie z.B. Bäume,  hätte die Gemeinde Beckdorf zu tragen.
           oder
      2.  den Streifen für zusätzliche Parkplätze herzurichten.
            Diese Arbeiten mit Kosten von etwa 23.000 € hätte die Gemeinde Beckdorf zu tragen.

Die Abstimmung darüber ergab eine 5 (Gruppe CDU/Prigge) zu 4 (Die Grünen/SPD/UWA) Stimmen Mehrheit für die Parkplätze.

Der Vorschlag von mir, die an der Sitzung teilnehmenden Bürger zu fragen (zugegebenermaßen nicht der Regel entsprechend, die Einwohnerfragestunde war ja zu Beginn der Sitzung), wurde abgelehnt. Auch der  Einwand der Bürger, diese Frage hätte man ja nicht vorher kennen können und ob die Einwohnerfragestunde denn nicht an das Ende verlegt werden könne, wurde mit den Worten von Herrn Gold „wir wollen ja auch mal zum Ende kommen“ beantwortet.

Sehr zum Entsetzen der anwesenden Bürger.

Auf nachträglich geäußerte Einwände der Bürger, dass
–  gar keine Notwendigkeit für Parkplätze vorhanden wäre,
–  dass mit dem Erhalt einer Grünfläche der Natur und der Umwelt mehr geholfen sei,
ganz zu schweigen von den anfallenden Kosten von ca. 23.000 Euro für den Bau der Parkplätze, wurden von der „Gruppe CDU/Prigge“ keine nachvollziehbaren Erklärungen abgegeben.

Für mich wurde ganz deutlich, dass eine Mitsprache der Bürger nicht gewollt war, denn man hätte ja,
als Entscheidung des Rates, eine Ausnahme machen können. Es war auch nicht zu übersehen und zu überhören, dass die Bürger während der Diskussion im Rat unruhig wurden und gerne dazu etwas gesagt hätten.

Liebe Bürger, auch wenn Euch schon gesagt wurde,  eine Unterschriftensammlung für den Erhalt des Grünstreifens hätte keine Aussicht auf Erfolg, macht es trotzdem!

Nutzt Euer Recht, zeigt den Ratsleuten, dass Ihr auch eine Meinung habt und nicht nur zum Wählen da seid.

Evelyn Schwarzer, Apensen

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