Hüpf, hüpf Parteiherz

– heute SPD, morgen CDU, für wen darfst du wohl 2026 schlagen?
Gerne möchten wir kurz auf das TB-Interview vom 05.06. mit Fr. Siedler-Thul eingehen – zunächst einmal, vielen Dank, der Inhalt hat uns schon etwas amüsiert.

Auch wenn Frau Siedler-Thul nie SPD Mitglied war, bekleidete sie trotzdem das Amt der Fraktionsvorsitzenden.
Wir sind der Meinung, in dieser Position müsste man doch an sich die Werte der Partei mittragen, mitleben und mitgestalten.
Der im Herbst 2020 angekündigte Rücktritt war absehbar, denn die SPD hat schon früh zu erkennen gegeben, dass sie Frau Siedler-Thul für die Kommunalwahl 2021 nicht erneut aufstellen werde. Da ist doch der spontane Umzug in die Reihen der CDU ein Glücksfall – nicht wahr Frau Siedler-Thul? Wieder ohne Eintritt in die Partei, wieder ohne die Parteiwerte mittragen, mitleben, mitgestalten zu müssen. Das nennen wir Beständigkeit!
Frau Siedler-Thul, nehmen Sie es uns bitte nicht übel, aber nach dem Sie auch schon mit den Grünen im Gespräch waren, welche Partei möchten Sie bei der Wahl in 2026 „unterstützen“ oder besser, welche Partei soll dann helfen, Ihre Position zu sichern?
Warum die SPD Sie nicht aufstellen wollte, sei dahingestellt, positiv aufgefallen sind Sie uns in den letzten 5 Jahren allerdings auch nicht. Sie möchten sich weiterhin für die Jugend und Kinderarbeit engagieren, etwa so, wie Sie es beim Arche Noah Skandal bereits getan haben? Dürfen wir Sie daran erinnern, dass Sie in einer Zeit des Fachkräftemangels im Erziehungs- und Betreuungsbereich lapidar sagten „Dann stellen wir einfach neue Erzieher ein.“ Sie haben anscheinend während der damaligen Bürger-Fragestunde großartig zugehört, denn nur Minuten vorher bezifferte ein besorgter Vater die, zu dem Zeitpunkt aktuellen, Stellenangebote in diesem Bereich auf über 90 – allein im Landkreis Stade!

Die Sicherheit der Kinder scheint Ihnen auch am Herzen zu liegen, leider nur sporadisch und nicht von Dauer.
Sie stimmten kürzlich gegen Ihren eigenen Antrag auf Installation der, aus unserer Sicht tatsächlich, äußerst wichtigen und notwendigen Fußgängerampel im Bereich der Kreuzung Butterberg/Buxtehuder Str./Sachsenstraße.
Ja, Sie haben in diesem Punkt gewiss der stabilen Mehrheit folgen wollen, die eine Ampel als „Teufelszeug“ für alle Verkehrsteilnehmer ansah. Dafür haben wir kein Verständnis.

Nicht zu vergessen ist der Versuch, unsere Bürgermeisterin im Herbst 2020 zum Rücktritt zu drängen, der die Samtgemeinde fast eine halbe Million Euro gekostet hätte. Ist das wirklich agieren im Sinne der Bürger der Samtgemeinde? Denn diese haben Frau Beckmann-Frelock ganz bewusst gewählt!
Der Hinweis, sie solle doch an Ihre Kinder denken, ist zwar reizend und sicherlich nett gemeint gewesen, überschreitet jedoch unserer Meinung nach jegliche moralischen Grenzen und zeigt ein weiteres mal auf, mit welchen Mitteln derzeit die stabile Mehrheit im Samtgemeinderat arbeitet – Druck, Macht, Mobbing.
Es ist eindeutig #ZeitFuerVeraenderung!

Für die UWA, Autor: Helene Hesse

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