Samtgemeinde Apensen kündigt Vertrag mit “Arche Noah”

Kurz nachdem Frau Petra Beckmann-Frelock ihr Amt als Samtgemeindebürgermeisterin angetreten hatte, wurde ihr die Tagesordnung (TO) zur Sitzung des Samtgemeinderates am 25.06.2019 vorgelegt.

Sofort, nachdem Frau Beckmann-Frelock Kenntnis davon erhielt, dass der Vertrag mit der Kirche für die Kita “Arche Noah” ohne vorherige Gespräche gekündigt werden soll, nahm sie diesen Punkt von der nichtöffentlichen(!) Tagesordnung, um direkt Kontakt zur “Arche Noah” aufzunehmen und das persönliche Gespräch zu suchen.

Der Vorsitzende des Samtgemeinderates, Christian Wilkens, CDU, mitverantwortlich für die Tagesordnung, nahm Anstoß daran, dass der Tagesordnungspunkt “Arche Noah” durch Frau Beckmann-Frelock entfernt wurde und bestand darauf, den TOP der Kündigung erneut in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung aufzunehmen.
Der Wiederaufnahme in die TO musste sich Frau Beckmann-Frelock beugen, jedoch konnte sie aufgrund geltender Rechtslage durchsetzen, dass der Punkt öffentlich behandelt wurde.

Was in der Samtgemeinderatssitzung am 25.06.2019 geschah, war ein Schlag ins Gesicht der Eltern und der Erzieher:

Frau Sabine Benden begründete den von ihr vorbereiteten Beschluss mit einer nahezu verschwenderischen Mentalität des Personals der “Arche Noah” und den hohen Personalkosten. Hier scheute sie sich nicht, auch falsche Behauptungen aufzustellen. So nannte sie als Beispiel Sonnensegel, die ohne vorherige Genehmigung der SG erworben und aufgebaut wurden. Tatsächlich waren die Sonnensegel eine Spende der IKEA-Stiftung und wurden zudem fachmännisch angebracht!

Auch den Hinweis von Reigber, UWA, dass die höheren Pro-Kopf-Kosten durch Integrationsgruppen und eine größere Zahl von Unter-Zweijährigen (diese Gruppen müssen kleiner sein) verursacht werden und damit nicht vergleichbar sind, wurde schlicht von allen Ratsleuten der CDU, SPD, Grünen und FWG und den Einzelkandidaten Rolf Makoschey und Jan Gold ignoriert.

Frau Benden teilte der “Arche Noah” mit, dass beabsichtigt ist, den Vertrag zu kündigen und einen neuen zu erstellen. Zeitgleich soll jeden Monatsersten gemeldet werden, ob für den Folgemonat die Betreuung gesichert ist.
Die Mitarbeiter haben die geforderten Meldungen zur gesicherten Betreuung abgegeben und die Auflagen Bendens(!) erfüllt. Wir dürfen annehmen, dass die Kirche nicht mit einer Kündigung gerechnet hat.

Vor dem Hintergrund, dass vor wenigen Wochen, als die Betreuung gefährdet war, Erzieher und weiteres Personal Urlaube abgebrochen, Überstunden geleistet, Erziehungsurlaube verkürzt und damit eine extrem hohe Loyalität gezeigt haben, ist dieses Verhalten ein Affront übelster Sorte.

So stimmten als einzige Frau Beckmann-Frelock, Herr Reigber und Herr Seemann gegen diesen Beschluss.

Ein Ansatz, der auch von Frau Beckmann-Frelock verfolgt wurde, wäre gewesen, mit der Kirche auf Augenhöhe ins Gespräch zu gehen und nach Lösungen zu suchen, ohne gleich mit der Kündigung ins Haus zu fallen.
So, wie es wahrscheinlich überall außerhalb unserer Samtgemeinde praktiziert wird.

Die UWA fragt sich, ob dieser Umgang mit Eltern, Bürgern und Angestellten durch den aktuellen SG-Rat noch akzeptabel ist.

Ungeachtet möglicher Gefahren – wissen die Ratsleute, ob die Kirche überhaupt noch Willens ist, den Vertrag zu erneuern? – wird ohne mögliche Konsequenzen, ohne Achtung der Gefühle und Bedürfnisse von Eltern und Mitarbeitern wieder ein Klima der Unsicherheit geschaffen, das uns wohl noch lange begleiten wird.

Das Schreiben der Kirche

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