VORWURF: POLITIKER GREIFEN ZU STARK IN DIE APENSER VERWALTUNG EIN

Die UWA meint: Wir freuen uns, dass auch andere es so sehen.
Hier noch einmal zur Erinnerung… und hier…

Warum nach Siegfried Stresow (SPD) mit Frank Wallin (IGB) ein zweites Urgestein politisch aktiv wird

Autor: Nicola Dultzaus Buxtehude

Quelle: Vorwurf: Politiker greifen zu stark in die Apenser Verwaltung ein: Warum nach Siegfried Stresow (SPD) mit Frank Wallin (IGB) ein zweites Urgestein politisch aktiv wird – Buxtehude (kreiszeitung-wochenblatt.de)

wd. Apensen. Nach dem Comeback von Polit-Urgestein Siegfried Stresow (SPD) will jetzt auch der Verwaltungsexperte Frank Wallin (IGB) in die Öffentlichkeit zurückkehren und auf der politischen Bühne der Samtgemeinde Apensen aktiv werden.
Wallin saß unter anderem in den 1970er Jahren als erster hauptamtlicher Vize-Chef der Samtgemeinde Apensen im Rathaus, war danach 18 Jahre lang Samtgemeinde-Direktor in Sittensen und hat vor 25 Jahren in Apensen die Interessengemeinschaft gegen Behördenwillkür (IGB) gegründet. Vor zwei Jahren hatte er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Jetzt will der Beckdorfer bei der Kommunalwahl gemeinsam mit seinem Sohn, Sören Wallin, einem Volljuristen, für das Wählerbündnis Interessengemeinschaft gegen Behördenwillkür (IGB) kandidieren.
„Es tut weh, untätig zuzuschauen, wie in Apensen alles durcheinandergerät“, so Wallin in Hinblick auf die Querelen zwischen Verwaltung und Politik (das WOCHENBLATT berichtete). „Die Ratsmitglieder greifen viel zu stark in Bereiche der Verwaltung ein“, lautet einer seiner Kritikpunkte. In die gleiche Richtung, nämlich dass Grenzen nicht mehr eingehalten werden und der Einfluss der Politik – insbesondere der CDU – überhand nimmt, geht seine Kritik an der Wahlwerbung der CDU: Sie verwende dafür das kommunale Wappen. Wallin hat bereits bei der Verwaltung einen Antrag gestellt, das zu untersagen.
Einen Ursprung der Querelen zwischen Politik und Verwaltung sieht er darin, dass die Samtgemeinde-Bürgermeisterin bei den meisten Politikern von Anfang an unerwünscht gewesen sei. Dabei erinnert er an die missglückten Headhunter-Suche der Parteien, die – mit Ausnahme der UWA – mit Hilfe eines Headhunters bei der vergangenen Samtgemeinde-Bürgermeister-Wahl einen Kandidaten nach ihren Wünschen finden wollten. Die Bürger entschieden sich jedoch nicht für die Wunsch-Kandidatin Manuela Mahnke (SPD) aus Nottuln, sondern für die heimische UWA-Kandidatin Petra Beckmann-Frelock, der seitdem immer wieder mangelnde Kompetenz vorgeworfen wird (das WOCHENBLATT berichtete).
Ähnlich wie Wallin schätzt auch Stresow diese Situation ein. „Bei so manchem Ratsmitglied hat man das Gefühl, dass es nicht mehr um die Sachthemen geht, sondern nur noch darum, der Samtgemeinde-Bürgermeisterin und der Verwaltung Fehler nachzuweisen“, sagt der ehemalige, langjährige Beckdorfer Bürgermeister und ehemalige Vorsitzende des Samtgemeinderates. Es sei jedoch eine große Errungenschaft der Demokratie, dass der Samtgemeinde-Bürgermeister oder die -Bürgermeisterin nicht nur direkt von den Bürgern gewählt werde, sondern sich auch jeder Bürger im Alter zwischen 25 und 60 Jahren zur Wahl stellen könne. Nach den Richtlinien der Niedersächsischen Kommunalverfassung müsse er oder sie dafür keine Verwaltungserfahrung haben.
„Der derzeitige Status eines Samtgemeinde-Bürgermeisters in dieser Konstellation zwischen der Politik und der Verwaltungsspitze ist ausdrücklich so gewollt“, so Stresow.

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