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Samtgemeinde Apensen, Apensen, Beckdorf, Niedersachsen

Leserbrief: Dummerhaftiger Verstoß

Quelle BT-Online v. 28.12.2018: https://www.tageblatt.de/service/leserbriefe_artikel,-Dummerhaftiger-Verstoss-_arid,1413259.html

Frank Wallin, Samtgemeindedirektor a.D. (Gründer der Interessengemeinschaft gegen Behördenwillkür), Wiegersweg in Beckdorf schreibt zur Samtgemeindebürgermeisterwahl in Apensen:

Die überwiegende Mehrheit des Samtgemeinderates sowie die amtierende Verwaltungschefin versuchen ernsthaft, Verfassungsbruch zu begehen und ihren Bürgern verbriefte Grundrechte vorzuenthalten. Offenbar haben sie nicht verinnerlicht, dass das Volk den/die Samtgemeindebürgermeister/-in zu wählen hat. Die Samtgemeinde hat mit Ausnahme des Wahlvorgangs am Wahltag rein gar nichts mit der Kandidatenauswahl zu tun. Dies ist Sache der Bewerber, Parteien oder Fraktionen. Schlimmer noch: Die Wählerinnen und Wähler sollten die Bezahlung des Headhunters und damit diesen dummerhaftigen Rechtsverstoß von über 35000 Euro aus dem Steuertopf bezahlen! Mir ist keine Kommune bekannt, in der ein willkürlich gesteuertes Gremium mit der Stellvertreterin des zu Wählenden eine Vorauswahl treffen kann. Oder konnten Sie in der Auswahl Ihres Chefs mitwirken? Ich bin erleichtert, dass nach vielen Jahren geldverschwenderischer Stümperei nun endlich die Kommunalaufsicht des Landkreises in vorbildlicher Art dieses Fehlverhalten gestoppt hat und die Machenschaften geradezu seziert hat. Wie ich die handelnden Feierabendamateure im Samtgemeinderat ohne Unrechsbewusstsein kenne, hat sich die Vertreterin Sabine Benden ihren durch Aufwandsentschädigung bereits abgedeckten Mehraufwand fürstlich entlohnen lassen. Sie hat zusammen mit dem Sauensieker Bürgermeister Rolf Suhr die ganze Sache augenscheinlich inszeniert und fast alle im Rat nicken ab. Inwieweit auch dienstrechtliche Verfehlungen zu ahnden sind, bleibt abzuwarten. Ich rate diesen Experten, schleunigst ihr Mandat zurückzugeben. Wenn sie nämlich nach jahrzehntelanger Tätigkeit in öffentlichen Ämtern ihre getätigten Rechtsverstöße mit Nichtwissen bestreiten, ist dies sehr traurig. So beispielsweise bei der Auftragsunterzeichnung für den Headhunter durch Rolf Suhr, der nun völlig unzuständig ist. Die Bürgerinnen und Bürger haben wahrlich ein wenig mehr Sachverstand in den sie vertretenden Gremien verdient! Dies gilt auch für die Verwaltungsspitze. Unsere Politiker sind derart zurückgeblieben, dass sie es für unmöglich halten, auch auf ehrliche Weise Politik zu machen.

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Stefan Reigber

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